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Reformationsjubiläum 2017

LutherHPMan muss nicht die Buchstaben in der lateinischen Sprache fragen, wie man soll deutsch reden, sondern man muss die Mutter im Hause, die Kinder auf der Gasse, den gemeinen Mann auf dem Markte drum fragen und denselbigen aufs Maul sehen, wie sie reden, und danach dolmetschen, so verstehen sie es denn…   aus: M. Luther, Sendbrief vom Dolmetschen

So lautet das Rezept von Martin Luthers Bibelübersetzung. So hat er seinen Glauben im Alltag formuliert. Und das ist die Herausforderung an jeden Christenmenschen und jede christliche Gemeinde bis heute: bei den Menschen sein, ihre Medien nutzen, ihre Sprache sprechen.

Vor 500 Jahren hat Martin Luther die 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg geschlagen und damit eine Bewegung begonnen, die die Welt verändert hat. Er selbst war kein Heiliger und wollte nie einer sein. Aber er brannte darin, von Gott zu erzählen. Von Gottes Liebe zu den Menschen. Von der Erlösungskraft in Jesus Christus. Von der Freiheit des Christenmenschen in politischen Verhältnissen. Von der Gleichheit, der Würde und dem Wert aller, Priesterinnen und Priester zu sein. Angenommen von Gott ohne Unterschied allein aus Gnade, allein durch den Glauben. Er hat die Bibel übersetzt, damit sie jeder lesen und verstehen kann. Er hat einen Katechismus verfasst, damit jeder in seinem Glauben sprachfähig wird. So hat er durch die Jahrhunderte hindurch Menschen inspiriert, ihm nach zu tun. Bis in unsere Zeit hinein.

In diesem Jahr erinnern wir an die Reformation und daran, dass Reformation die Grundbewegung unserer Kirche ist: Im Wandel der Zeiten immer wieder neu den Weg zur Quelle bereiten! In diesem Jahr schauen wir besonders auf die Person Martin Luthers, auf seinen Glauben und sein Wirken und wir fragen: Wie hat er das eigentlich gemacht? Was können wir von seinem Glauben heute lernen, wenn er sagt: „Wo das Wort ist, dort ist das Paradies und alles!“

Wir feiern bei all dem nichts anderes als das, was unserer evangelische Kirche ihren Namen gibt: das Evangelium von der Liebe Gottes, offenbart in dem Menschen Jesus Christus. Wir feiern nichts anderes als diesen Jesus selbst, den Anfänger und Vollender unseres Glaubens.
Ich wünsche uns, dass wir jeden Tag neu bei den Menschen sind in den Häusern, auf den Straßen und Plätzen. Und ich danke allen, die mit viel Sorgfalt und Freude vorbereiten und gestalten. Mag ihr Wirken dazu beitragen, dass Gott neu entdeckt wird.

Joachim Meyer, Pfarrer und Dekan

WICHTIGE LINKS:

Veranstaltungen

Di.28.Mär (19:30 - ) „Zwei lutherische Kirchengemeinden an einem Ort – Wieso?“
Gemeindehaus Reichelsheim
Di.28.Mär (19:30 - ) "Martin Luther: Licht und Schatten"
Erasmus-Alberus-Haus Babenhausen
Do.30.Mär (19:00 - ) „Endlich befreit leben können“ – der Powerkurs zur Reformation für Erwachsene
Gemeindehaus Brandau
Fr.31.Mär (14:30 - ) Freitagstreff „Luther querbeet“
Gemeindehaus Groß-Bieberau
Fr.31.Mär (19:00 - ) Ökumenischer Kreuzweg
Kath. Kirche St. Michael Münster
Sa.01.Apr (09:00 - 18:00) Juleica-Schulung
Ev. Gemeindehaus Groß-Bieberau
So.02.Apr (09:00 - 18:00) Juleica-Schulung
Ev. Gemeindehaus Groß-Bieberau
So.02.Apr (11:00 - ) Jugendgottesdienst für Ausgeschlafene
Ev. Kirche Groß-Zimmern
So.02.Apr (18:00 - ) Konzert "Sing-Mit!"
Ev. Kirche Reinheim
Do.06.Apr (18:00 - ) Länderinformationen: Eritrea
Diakonisches Werk Odenwald